Respektable Kandidaturen am Start

5. Juni 2020

Maintaler FDP bedauert lavieren von SPD und Grünen

„Mit Karl-Heinz Kaiser und Martin Fischer sind zwei respektable Kandidaten am Start.“ kommentiert der Maintaler FDP-Fraktionsvorsitzende Thomas Schäfer die aktuelle Personalauswahl für die Stadtratswahl. Beide Kandidaten sind nach Überzeugung der FDP-Fraktion in der Lage, das Amt des ersten Stadtrates auszufüllen. Sowohl von ihrer Erfahrung als auch von ihrer Qualifikation her bringen beide Kandidaten die notwendige Befähigung mit. „Wichtig ist auch, dass beide Kandidaten in der Lage sind, der Stadt die dringend notwendigen Impulse zu liefern und Kurskorrekturen im Magistrat einzuleiten.“ ist Thomas Schäfer überzeugt. Die Fraktion hat sich deshalb die Frage der Auswahl nicht leicht gemacht. Sie hat sich dennoch dazu entschlossen eine Wahlempfehlung für Martin Fischer auszusprechen. „Am Ende hat uns das Gesamtpaket hier mehr überzeugt.“ so der FDP-Fraktionsvorsitzende.

„Es ist für uns sehr bedauerlich, dass Karl-Heinz Kaiser für die SPD nur die Dritte Wahl darstellt.“ stellt Thomas Schäfer in Frage, ob die SPD-Fraktion tatsächlich von ihrem Kandidaten überzeugt ist. Schließlich habe sie zuvor erstmal zwei andere Kandidaten präsentiert, jeweils kurz vor Toresschluss und nun schon wieder bis auf den letzten Drücker gewartet hat. Die verzweifelte Suche nach einem Kandidaten war seinerzeit für alle Bürger mit Händen zu spüren. Wäre die SPD von ihrem Kandidaten Karl-Heinz Kaiser überzeugt, hätten sie ihn gleich präsentieren können. Das Verhalten der SPD deutet darauf hin, dass es ihr am Ende nur darum geht, sicherzustellen, dass ein SPD-Kandidat ins Amt des ersten Stadtrates gewählt wird. „Mit ihrem Verhalten liefert die SPD all denen den Beweis, die schon immer behauptet haben, eine politische Besetzung bedeutet eine SPD-Besetzung.“ sieht der FDP-Fraktionsvorsitzende die Glaubwürdigkeit der SPD-Fraktion beschädigt.

Aber auch das Verhalten der Grünen findet bei der FDP wenig Anklang. „Die Grünen unternehmen alles, um einen Stadtrat Martin Fischer oder Sebastian Maier zu verhindern.“ zeigt Thomas Schäfer auf, dass die Kandidatur von Karl-Heinz Kaiser nur zustande kommen konnte, weil die Grünen sehr offensiv für ihn geworben haben. „Erst eine Kandidatin Sabine Freter zu unterstützen, dann die Stadtratswahl abzubrechen, wo nur noch Sabine Freter und Sebastian Maier zur Auswahl standen und jetzt die Kandidatur Kaiser zu fördern zeigt, dass hier keine politischen Fragen eine Rolle bei der Entscheidung spielen, sondern ausschließlich persönliche.“ zieht der FDP-Fraktionsvorsitzende in Zweifel, dass die Grünen in Maintal sich inhaltlich mit der Kandidatur eines SPD-Stadtverordneten identifizieren. Als besonders pikant würde sich nach Meinung der FDP dieses Verhalten erst recht erweisen, wenn die Grünen dann in der Nachfolge von Karl-Heinz Kaiser als neuen Stadtverordnetenvorsteher Sebastian Maier wählen würden.

Durch den Verzicht auf einen eigenen Kandidaten wird die FDP-Fraktion dazu beitragen, dass in der nächsten Stadtverordnetenversammlung eine Entscheidung fallen wird. „Egal was passiert und wer am Ende die Wahl gewinnen wird, im Juni wird das Wahlverfahren abgeschlossen.“ kündigt Thomas Schäfer an, dass die FDP-Fraktion keinem erneuten Antrag auf Wahlabbruch zustimmen wird und notfalls bis in den dritten Wahlgang gehen wird. „Und wer immer dann die Wahl gewinnen wird, kann auf unsere konstruktiv-kritische Zusammenarbeit auf Grundlage unserer inhaltlichen Positionen zählen.“ steckt der FDP-Fraktionsvorsitzende bereits jetzt dem Wahlsieger die Hand aus.