Klimapolitische Offensive für Maintal

Stadtentwicklung vorantreiben8. August 2019

FDP-Fraktion reicht Antragspaket ein

„Wir wollen eine klimapolitische Offensive in Maintal starten!“ kündigt der FDP-Fraktionsvorsitzende Thomas Schäfer mehrere Anträge an, die die Freien Demokraten für die kommende Stadtverordnetenversammlung eingereicht haben. Die FDP will aufzeigen, dass in der Klimadebatte es nicht darum gehen kann, den Bürgern alles Mögliche zu verbieten oder Verhaltensweisen finanziell zu bestrafen. Vielmehr geht es darum, durch aktive Handlungen einen Beitrag dazu zu leisten, den CO2-Anteil in der Luft zu reduzieren. „Wir setzen auf mehr Grün in der Stadt und alternative Antriebsmethoden.“ beschreibt Thomas Schäfer den Tenor der vorgelegten Anträge.

In einem ihrer Anträge fordert die FDP-Fraktion eine Initiative „Ein Baum für jeden Bürger“ einzurichten. „Uns geht es darum, dass in Maintal noch mehr Bäume gepflanzt werden.“ fasst der FDP-Stadtverordnete Leo Hoffmann den Inhalt des Antrags. Deshalb wollen die Freien Demokraten, dass die Stadt und die Bürger in den kommenden Jahren rund 40.000 zusätzliche Bäume pflanzen. Dabei sollen die Bäume nicht mitzählen, die aus naturschutzrechtlichen Maßnahmen heraus gepflanzt werden sollen. „Egal ob Einzelbäume, Baumgruppen oder ganze Waldflächen, jeder Baum mehr ist ein Beitrag zur Reduzierung des CO2-Bestands.“ verweist Leo Hoffmann auf jüngste Untersuchungen der ETH-Zürich, die die Wichtigkeit von Aufforstungsmaßnahmen zum Klimaschutz belegt haben.

Für den FDP-Ortsvorsitzenden Klaus Gerhard ist der zweite Antrag aus dem Paket von besonderer Bedeutung. Darin fordert die FDP zu prüfen, wo in Maintal eine Wasserstofftankstelle eingerichtet werden kann. „Wir können nicht alleine mit Batteriespeicher-Fahrzeugen die klimafreundliche Mobilität schaffen!“ ist Klaus Gerhard sicher, dass es einer Vielfalt neuer Antriebstechnologien bedarf, um künftig emissionsärmere Mobilität zu ermöglichen. Deshalb müsse auch in Maintal die Möglichkeit bestehen, Wasserstoff zu tanken. „Wir wollen, dass der Magistrat prüft wo eine Wasserstofftankstelle eingerichtet werden kann und ob dies in Kooperation mit einer städtischen Gesellschaft betrieben werden muss.“ fasst der FDP-Ortsvorsitzende den Inhalt des Antrags zusammen. Dabei ist der FDP bewusst, dass der Einstieg in eine neue Technik schwierig ist. „Auch erneuerbare Energien brauchten anfangs eine deutliche Unterstützung durch den Staat.“ mahnt Klaus Gerhard eine faire Chance für die Wasserstofftechnologie an.

„In den letzten Monaten haben wir zunehmend hysterische Klimadebatten erlebt.“ zeigt sich Thomas Schäfer besorgt über den Debattenstil der jüngsten Zeit, der aus seiner Sicht die Gefahr birgt, dass die Debatte um notwendige Maßnahmen zum Klimawandel zu einer Spaltung der Gesellschaft führt. „Auf der einen Seite haben wir die Klimaaktivisten, die unser gesamtes Leben in Frage stellen, und auf der anderen Seite die Bürger, die Sorge um ihre Zukunft haben und sich denjenigen anschließen, die den Klimawandel in Frage stellen.“ sieht der Freie Demokrat eine Polarisierung, die kaum Raum für vernünftiges Handeln lässt. Wenigstens auf lokaler Ebene wolle die FDP diese Frontstellung durch praktikable Vorschläge durchbrechen. „Weil nur ideologiefreies konkretes Handeln weiterhilft, werden wir deshalb auch in Zukunft Anträge stellen, um dem Klimawandel vor Ort zu begegnen.“ kündigen die drei Stadtverordneten der FDP an.